Algorithmus soll Wartung von Motoren verbessern

Winterthur/Zürich – WinGD, ein Winterthurer Hersteller von Schiffsantrieben, spannt mit der ETH Zürich zusammen. Die Partner entwickeln einen Algorithmus, der Triebwerksausfälle in Schiffsmotoren vorhersagen und so die Instandhaltung verbessern soll.

WinGD und die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) arbeiten im Rahmen eines Forschungsprojekts zusammen. Sie entwickeln einen Algorithmus, der die Wartung von Zweitaktmotoren für Schiffe verbessern soll. Die Lösung basiert auf maschinellem Lernen und der Modellierung auf der Grundlage von Leistungsvergleichen sowie Sensordaten. Sie soll mögliche Fehler im Antriebswerk erkennen und hervorsagen können. Dadurch sollen Ausfallzeiten und Wartungskosten für Reeder und Betreiber reduziert werden.

Der Algorithmus wird derzeit an WinGD-Motoren erprobt, wie es in einer Mitteilung heisst. Ausserdem testet die ETH die Lösung auch gemeinsam mit der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA. Dabei soll die Leistung des Algorithmus’ an Turbofan-Triebwerken validiert werden. „Tests mit WinGD sowie mit den Datensätzen der NASA haben gezeigt, dass wir Fehler genauer erkennen als Standardansätze”, sagt ETH-Forscher Manuel Arias Chao. „Ausserdem können wir zwischen verschiedenen Arten von Fehlern unterscheiden.“

Das gemeinsame Forschungsprojekt von WinGD und der ETH wird von Innosuisse finanziert. Innosuisse unterstützt wissenschaftsbasierte Innovationsprojekte von Schweizer Unternehmen in Zusammenarbeit mit Forschungspartnern. ssp

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