Autoneum schreibt wieder operativen Gewinn

Winterthur – Die Pandemie hat die Geschäfte von Autoneum stark beeinträchtigt. Der international aktive Autozulieferer aus Winterthur hat mit allgemeinen Kostensenkungen und Verbesserungen in Nordamerika gegengesteuert. Im Ergebnis konnte 2020 ein operativer Gewinn ausgewiesen werden.

Autoneum hat im Geschäftsjahr 2020 Umsätze in Gesamthöhe von 1,74 Milliarden Franken erwirtschaftet, informiert der international aktive Autozulieferer aus Winterthur in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Rückgang um 24,2 Prozent. Ausschlaggebend dafür seien die globale Schwäche des Automobilmarkts während der Pandemie und eine Aufwertung des Frankens gegenüber den für das Unternehmen wichtigsten Währungen gewesen, schreibt Autoneum. Gegenüber dem sehr schwachen ersten Semester hätten die Umsätze in der zweiten Hälfte 2020 jedoch wieder zugelegt.

Autoneum hatte mit „umfangreichen Sofortmassnahmen“ reagiert, um die Profitabilität des Unternehmens zu stärken. In der Mitteilung werden hier die Anpassung von Personalkosten an die geringere Produktion, die Reduktion von Investitionen und die Beschränkung der Betriebsausgaben auf ein Minimum genannt. Das seit Anfang 2020 laufende umfassende Turnaroundprogramm für den Standort Nordamerika habe trotz pandemiebedingten Hindernissen Wirkung gezeigt, schreibt Autoneum.

Im Ergebnis konnte Automeum einen Betriebsgewinn auf Stufe EBIT in Höhe von 27,8 Millionen Franken ausweisen. Im Vorjahr hatte hier ein Verlust von 32,9 Millionen Franken resultiert. Die entsprechende Marge konnte von -1,4 auf 1,6 Prozent gesteigert werden. Der Konzernverlust konnte im Jahresvergleich von -77,7 Millionen auf -10,7 Millionen Franken reduziert werden. Im laufenden Jahr will Autoneum eine EBIT-Marge von 4 bis 5 Prozent erreichen. hs