Bucher wächst zweistellig

Niederweningen ZH – Bucher Industries hat seinen Nettoumsatz im ersten Halbjahr 2022 um 10,6 Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Franken gesteigert. Betriebs- und Reingewinn legten überproportional zum Umsatz zu. Die Marge auf das Betriebsergebnis zog auf 11,4 Prozent an.

Einer Mitteilung von Bucher Industries zufolge hat der Industriekonzern aus dem Zürcher Unterland im ersten Halbjahr 2022 einen Nettoumsatz von 1,78 Milliarden Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 10,6 Prozent. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT legte im selben Zeitraum um 13,3 Prozent auf 203 Millionen Franken zu, die entsprechende Marge zog von 11,2 auf 11,4 Prozent an. Der Reingewinn wurde um 11,6 Prozent auf 154 Millionen Franken gesteigert.

Zum Umsatzwachstum haben alle Geschäftsbereiche ausser Municipal beigetragen. Beim konzerneigenen Kommunalfahrzeughersteller sank der Nettoumsatz im Jahresvergleich um 6,9 Prozent auf 238 Millionen Franken. Bucher führt dies auf grosse Schwierigkeiten bei der Beschaffung zurück. Der Auftragseingang legte dagegen um 28,2 Prozent auf 382 Millionen zu.

Im grössten Geschäftsbereich Kuhn Group wurde ein Umsatzwachstum um 9,8 Prozent auf 799 Millionen Franken realisiert. Als Beitrag zum Betriebsergebnis wies der konzerneigene Hersteller von Landmaschinen 98 Millionen Franken und damit 7,6 Prozent mehr als im Vorjahr aus. Das grösste Wachstum legte Emhart Glass mit einem um 33,3 Prozent gestiegenen Nettoumsatz von 230 Millionen Franken und einem um 70,0 Prozent höheren Beitrag zum EBIT von 40 Millionen Franken vor.

Für das laufende Jahr geht Bucher aufgrund „des aussergewöhnlich hohen Auftragsbestands“ (1,90 Milliarden Franken) von stark ausgelasteten Kapazitäten aus. Gleichzeitig rechnet der Konzern weiter mit Schwierigkeiten bei Beschaffung und Logistik sowie steigendem Margendruck. Für das Gesamtjahr wird Umsatzwachstum und ein auf dem Niveau von 2021 liegendes Konzernergebnis erwartet. hs