«DigDataZH»: Kanton Zürich tritt Archivverbund DIMAG Schweiz bei

Im Zug der Digitalisierung stellen immer mehr öffentliche Organe auf elektronische Informationsverwaltung um. Der Kanton und die Zürcher Gemeinden sind auf Plattformen angewiesen, auf denen sie ihre Daten gemäss nationalen und internationalen Standards archivieren können. Der Regierungsrat hat deshalb beschlossen, dem Archivverbund DIMAG Schweiz beizutreten.

Laut Archivgesetz müssen Städte und Gemeinden ihre eigenen Archive führen. Vor dem Hintergrund, dass auch der Kanton für die elektronische Archivierung seiner eigenen Daten sorgen muss, ist es nach Ansicht des Regierungsrates wünschbar, dass der Kanton den Städten und Gemeinden eine mandantenfähige Lösung zur eigenverantwortlichen Archivierung ihrer Daten zur Verfügung stellt.

Zu diesem Zweck haben die Direktion der Justiz und des Innern, der Verband der Gemeindepräsidien des Kantons Zürich und der Verein Zürcher Gemeindeschreiber und Verwaltungsfachleute 2017 das Gemeinschaftsprojekt «Elektronische Archivierung im Kanton Zürich (DigDataZH)» in Auftrag gegeben. Dieses hat zum Ziel, bis 2021 eine Infrastruktur für die elektronische Archivierung aufzubauen, die vom Kanton und interessierten Gemeinden genutzt werden kann.

Das Projekt «DigDataZH» wird vom Staatsarchiv geführt und ist Teil des Projektportfolios von egovpartner, der Organisation zur Zusammenarbeit zwischen der kantonalen Verwaltung und den zürcherischen Gemeinden im Bereich der digitalen Transformation und E-Government.

Archivierungslösung DIMAG

Die im Rahmen des Projekts evaluierte Systemlösung DIMAG wurde von den Archivverwaltungen der Bundesländer Baden-Württemberg und Hessen sowie des Freistaats Bayern entwickelt und wird seit Jahren erfolgreich eingesetzt. Damit die Lösung in der Schweiz genutzt werden kann, haben die Kantone Solothurn, Schaffhausen und Aargau 2019 den Archivverbund DIMAG Schweiz gegründet.

Der Kanton Zürich tritt dem Archivverbund DIMAG Schweiz per 1. Januar 2021 bei. Dadurch wird er ebenfalls Träger des Verbunds. Als solcher kann er das Produkt selber nutzen und an weitere öffentlich-rechtliche Körperschaften weitergeben, die im Kanton Zürich liegen, also beispielsweise an Gemeinde- und Stadtarchive.

Im nächsten Schritt wird die Lösung für das Staatsarchiv eingeführt. Parallel dazu baut das Staatsarchiv das Dienstleistungsangebot für die Städte und Gemeinden auf. Dieses reicht vom Basisangebot, der Mitbenutzung der Archivlösung, bis hin zur vollintegrierten Informationsverwaltung.