Elektrisches Müllfahrzeug geht in Serienproduktion

Winterthur – Das von Designwerk Products entwickelte elektrische Müllfahrzeug Futuricum wird jetzt auch in Deutschland und Frankreich getestet. In der Schweiz ist es bereits im Einsatz. Nun wird die Serienproduktion aufgenommen.

Futuricum wird aktuell in Frankfurt, Mainz und Colmar getestet, wie es in einer Medienmitteilung von Designwerk Products heisst. In der Testphase auf den regulären Sammelrouten stosse das Fahrzeug auf ein positives Echo und „überzeugt Verantwortliche aus Politik und Wirtschaft“. Futuricum gewinnt Energie zurück, die beim Bremsen freigesetzt wird. Zudem verfügt es über eine schnelle Beschleunigung. Die Batteriekapazität ist für eine Sammelfahrt ausreichend. „Unser E-LKW mit seinen vier Elektromotoren und insgesamt 760 PS ist ein Versprechen auf eine wesentlich leisere und nahezu schadstofffreie Entsorgungsdienstleistung“, wird Tobias Wülser in der Mitteilung zitiert, Mitglied der Geschäftsleitung der Designwerk Products AG.

Das Fahrzeug ist im Rahmen eines Leuchtturmprojektes des Bundesamtes für Energie (BFE) entwickelt worden. In der Schweiz wird es bereits seit einem Jahr in Thun BE, Murten FR, Lausanne und Neuenburg täglich eingesetzt. Die Stadt Thun hat das Projekt mit dem Kauf eines Futuricums unterstützt. „Mit 300 Kilogramm gesammeltem Kehricht erzeugen wir in unserer Kehrichtverbrennungsanlage so viel Strom, wie das Fahrzeug für einen Tageseinsatz benötigt“, heisst es von Toni Zimmermann, Fuhrparkleiter der Stadtwerke Thun. Futuricum wird nun in die Serienproduktion gehen. jh

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