Geringstes Bevölkerungswachstum seit 15 Jahren

Im Jahr 2020 ist die Wohnbevölkerung der Stadt Zürich um 728 Personen gewachsen. Das ist das geringste Wachstum seit 2004. Dass Zürich überhaupt zulegte, ist auf die Geburten zurückzuführen. Die Zu- und Wegzüge alleine hätten zu einem leichten Rückgang geführt. Die Sterblichkeit lag bei den 80-Jährigen und Älteren im Dezember 2020 doppelt so hoch wie vor einem Jahr.

Ende 2020 wohnten 434 736 Menschen in Zürich. Bis zum Rekordwert von 440 180 Personen aus dem Jahr 1962 fehlen noch 5444. Im Jahr 2020 ist die Bevölkerungszahl um 728 Menschen angestiegen. Das ist die geringste Zunahme seit 2004. In den letzten fünf Jahren legte die Stadt im Mittel um 5845 Personen pro Jahr zu. Von den 34 Stadtquartieren sind letztes Jahr 19 gewachsen; am stärksten zugelegt hat Wollishofen. Der Ausländeranteil beträgt Ende 2020 in der Stadt Zürich 32,1 Prozent. Er liegt damit 0,1 Prozentpunkte tiefer als im Vorjahr.

Bevölkerungswachstum wegen Geburten

Im Jahr 2020 gab es 38 595 Zu- und 39 523 Wegzüge. Es sind also weniger Menschen zu- als weggezogen. Der Wanderungssaldo (Zuzüge minus Wegzüge) beträgt 928 Personen. Würden bloss die Zu- und Wegzüge betrachtet, hätte die Bevölkerungszahl somit nicht zu-, sondern abgenommen. Im Jahr 2020 wurden 5133 Babys mit Wohnsitz in Zürich geboren, praktisch gleich viele wie im Vorjahr. Die Anzahl der Todesfälle lag 2020 mit 3477 Verstorbenen um über 300 Tote höher als im Vorjahr. Dennoch reichte der natürliche Saldo, also die Geburten minus die Todesfälle, von +1656 Personen aus, um den negativen Wanderungssaldo zu kompensieren. Die Stadt Zürich ist 2020 aufgrund der Geburten gewachsen.

Markant weniger Zuzüge im April und Mai

Im Jahr 2020 gab es weniger Zuzüge als Wegzüge. Was hat sich im Vergleich zum Vorjahr verändert? Die Anzahl Wegzüge blieb praktisch unverändert (+0,5 %). Die Zuzüge jedoch nahmen markant ab (9,4 %). In den Monaten April und Mai brachen die Zuzüge besonders stark ein. Im April 2020 zogen 36 Prozent weniger Personen zu als im April 2019. Im April und Mai zogen vor allem deutlich weniger Jahresaufenthalterinnen und Jahresaufenthalter, also Personen mit B-Aufenthaltsbewilligung, nach Zürich. Von Juni bis Dezember 2020 lagen die Zuzüge zwar nicht mehr stark unter den Vorjahreswerten; es fand aber auch keine Kompensation der April- und Mai-Zuzüge statt. So zogen über das ganze Jahr 2020 betrachtet etwa 4000 Personen weniger nach Zürich als 2019.

Hohe Sterblichkeit bei den 80-Jährigen und Älteren im Dezember 2020

Im Jahr 2020 starben 3477 Menschen mit Wohnsitz in der Stadt Zürich, 333 mehr als im Vorjahr. Die Sterberaten der 0- bis 64-Jährigen lagen etwa im selben Bereich wie in den vorangehenden Jahren, und zwar sowohl bei den Frauen wie bei den Männern. Bei den 65- bis 79-Jährigen waren die Sterberaten ebenfalls relativ ähnlich wie in den Vorjahren. Anders sieht es bei den 80-Jährigen und Älteren aus: Bei den Frauen und bei den Männern war die Sterberate im Dezember 2020 mehr als doppelt so hoch wie im Dezember 2019. Die Männer dieser Altersklasse verzeichneten bereits im April 2020 eine markant höhere Sterblichkeit als in den Vorjahren.