InSphero verbessert Medikamentenentwicklung

Schlieren ZH – Das Schlieremer Unternehmen InSphero hat die in ihrer Art bislang erste Plattform für die Entwicklung von Medikamenten gegen bestimmte Lebererkrankungen lanciert. Für diese Krankheiten gibt es bislang noch keine Medikamente.

InSphero entwickelt 3D-Mikrogewebe, die in der Medikamentenentwicklung eingesetzt werden, um den Einfluss von Wirkstoffen auf den menschlichen Körper zu untersuchen. Auch die neue Plattform des Schlieremer Unternehmens basiert auf diesen Mikrogeweben. Mit der 3D InSight Human Liver Disease Platform können Medikamente für bestimmte Leberkrankheiten entwickelt werden, für die es bislang noch keine Behandlungen gibt. Dabei handelt es sich um die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung und die nicht-alkoholische Steatohepatitis, welche sich zu Fibrose, Zirrhose und Krebs entwickeln kann, wie es in einer Medienmitteilung von InSphero heisst.

Durch die Plattform können Medikamente für diese Krankheiten in-vitro entwickelt werden. Bislang musste auf Tierversuche zurückgegriffen werden, was zudem noch sehr lange gedauert hat und nicht zu präzisen Ergebnissen geführt hat, wie es von Scott Friedman, Dekan für Therapeutic Discovery und Chief of Liver Diseases an der Icahn School of Medicine am Mount Sinai Hospital in New York, in der Mitteilung heisst. Mit der Plattform von InSphero würde dafür nun eine Alternative bereitstehen, so Friedman. Diese Plattform ist zudem auf die Automatisierung ausgerichtet und kann somit in bestehende Arbeitsabläufe integriert werden.

Laut InSphero steigt die Häufigkeit der nicht-alkoholischen Steatohepatitis ständig, es seien bereits rund 10 Prozent der Erwachsenen in westlichen Ländern davon betroffen. Bis 2020 soll die Erkrankung bereits der Hauptgrund für Lebertransplantationen in den USA sein.

Bei InSphero handelt es sich um eine Ausgliederung aus der Universität Zürich (UZH) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) mit Sitz im Bio-Technopark Schlieren-Zürich. jh

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