Mit erweitertem Drug-Checking-Angebot näher zu den Konsument*innen

Für den Ausbau des Drug-Checking-Angebots des Drogeninformationszentrums (DIZ) beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat einen zusätzlichen jährlichen Betrag von 743 000 Franken ab 2023. Mit diesen Mitteln soll ein neues mobiles Drug-Checking finanziert werden, das den Konsument*innen an den Wochenenden an der Langstrasse zur Verfügung stehen soll.

Das Drug-Checking des DIZ umfasst eine chemische Substanzanalyse und zusätzlich eine persönliche Beratung. Das Angebot ist akzeptanzorientiert, niederschwellig und kostenlos. Es verfolgt das Ziel, negative Auswirkungen des Konsums illegaler psychoaktiver Substanzen sowohl für die Konsument*innen selbst als auch für die Gesellschaft nachhaltig zu reduzieren. Kurzfristig trägt das Drug-Checking etwa dazu bei, Überdosierungen und die entsprechenden Folgen zu vermeiden.

Das DIZ bietet aktuell zweimal wöchentlich ein Drug-Checking für alle psychoaktiven Substanzen an und einmal wöchentlich ein spezielles Drug-Checking für Cannabis-Proben. Ausserdem werden jedes Jahr an rund zehn Events mit einem mobilen Labor Substanz-Analysen durchgeführt.

Niederschwelliges Angebot

Zusätzlich soll nun an der Langstrasse jeweils am Freitag- und Samstagabend ein mobiles Drug-Checking angeboten werden. Konsumierenden soll es dadurch möglich sein, vor dem Ausgang ihre Substanz analysieren zu lassen. Innerhalb von rund 30 Minuten erhalten sie das Resultat. Zudem werden sie in einem persönlichen Gespräch zu ihrem Konsumverhalten beraten.

Für die Finanzierung dieses neuen Angebots beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat eine Erhöhung der jährlichen Mittel ab 2023 von bisher 310 500 Franken um 743 000 Franken auf neu 1 053 000 Franken. Mit dem geplanten erweiterten Angebot wird dem Postulat (GR Nr. 2020/529) entsprochen, mit dem die Ausrichtung der Öffnungszeiten des Drug-Checkings auf die städtische «Ausgangs-Rush-Hour» gefordert wurde.