Neuer Schulraum im Radiostudio geplant

Das Areal des heutigen Radiostudios an der Brunnenhofstrasse soll im Baurecht übernommen und für die Nutzung als Sekundarschule angepasst werden. Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat die Erhöhung des Projektierungskredits auf 6,02 Millionen Franken.

Das Radiostudio Brunnenhof an der Brunnenhofstrasse 20, 22 und 30 in Zürich-Unterstrass wird von der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft infolge des Umzugs in die Radio Hall am Leutschenbach nicht mehr weiter benötigt. Die Stadt Zürich möchte das Areal im Baurecht übernehmen und in drei Etappen bauliche Massnahmen umsetzen, um es langfristig für die Sekundarschule zu nutzen.

In der ersten Etappe soll Platz für 15 Klassen geschaffen werden. Damit kann der steigende Bedarf der Sekundarschule in den Schulkreisen Waidberg und Glattal ab Sommer 2024 kurzfristig gedeckt werden. Neben der Sekundarschule mit Einfachsporthalle soll ausserdem ein schulkreisübergreifendes Zentrum der Musikschule Konservatorium Zürich einziehen und auch die Kreisschulbehörde Waidberg soll auf dem Areal einen neuen Standort erhalten, da diese aus Platzgründen ihre Büros an der Rotbuchstrasse 42 verlassen wird.

Langfristige Nutzung dank weiterer baulicher Massnahmen

In einer zweiten Etappe könnte mit einem Neubau mit Doppelsporthalle im Bereich des heutigen Sendetrakts bis voraussichtlich 2028 Platz für weitere 6 bis 9 Klassen geschaffen werden. Schliesslich wäre in einer dritten Etappe die Gesamtinstandsetzung der bestehenden Gebäude möglich. Für die Etappen 2 und 3 sollen zu einem späteren Zeitpunkt separate Projekte ausgearbeitet und die entsprechenden Kredite gesprochen werden.

Eigentümerin der Liegenschaften ist die Genossenschaft SRG Zürich Schaffhausen (RFZ). Für die Umsetzung des Vorhabens ist die Zustimmung der Genossenschafterinnen und Genossenschafter zum Baurechtsvertrag notwendig. Aufgrund der pandemiebedingten ausserordentlichen Lage konnten sich die Genossenschaftsmitglieder noch nicht dazu äussern und die Verhandlungen zwischen RFZ und Stadt Zürich sind noch nicht abgeschlossen.

Volksabstimmung zur ersten Etappe für 2022 geplant

Um das Vorhaben rasch voranzutreiben, beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat bereits jetzt die Erhöhung des Projektierungskredits um 5,021 Millionen auf 6,02 Millionen Franken einschliesslich Reserven für die erste Etappe. Darin enthalten sind 1,52 Millionen Franken für die allfällige Miete des Objekts bis zum Vollzug des Baurechtsvertrags, der erst nach der Zustimmung durch die Gemeinde erfolgen soll. Bis 2021 soll ein Projekt ausgearbeitet werden, über das die Stadtzürcher Stimmbevölkerung im Frühling 2022 befinden kann.

Unter anderem dank der Nutzung dieser Liegenschaften kann der Schulraumbedarf der Quartiere Oerlikon, Oberstrass, Unterstrass und Wipkingen gedeckt werden. Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat deshalb die Abschreibung der Dringlichen Motion (GR Nr.2018/145), welche die Unterbreitung eines Projektierungskredits für die Erweiterung der Schulanlage Allenmoos verlangt.