Schweizer bleiben optimistisch

Zürich – Mehr als neun von zehn Schweizer Konsumenten schätzen ihre eigene finanzielle Lage als gut oder neutral ein. Von einer Verbesserung im laufenden Jahr gehen jedoch nur wenige aus. Die meisten rechnen zudem mit einer unveränderten allgemeinen Wirtschaftslage.

Einer repräsentativen Umfrage von EY unter 400 volljährigen Schweizer Konsumenten zufolge beurteilen 96 Prozent der Schweizer ihre eigene finanzielle Lage als positiv oder neutral. Relevante Unzufriedenheit wurde allerdings in der Gruppe bis 35 Jahre oder einem Haushaltseinkommen von weniger als 40’000 Franken im Jahr gemessen, informiert die Beratungsgesellschaft in einer Mitteilung zur Umfrage.

Gleichzeitig gehen 78 Prozent der Befragten davon aus, dass sich ihre eigene Situation im laufenden Jahr nicht verändern wird. Eine Verbesserung erwarten 16 Prozent. Ähnlich sieht es bei der Einschätzung der Befragten hinsichtlich der allgemeinen Wirtschaftslage aus. Hier rechnen 15 Prozent mit einer Verbesserung, knapp 75 Prozent gehen hingegen von einer stabilen Konjunktur aus.

„Auch die Schweizer Konsumenten spüren: Wachstum ist endlich“, wird Martin Gröli, Leiter Retail & Consumer Products bei EY in der Schweiz, dazu in der Mitteilung zitiert. Zudem hätten die Konsumenten im letzten Jahr „eine unerwartet hohe Inflation“ zu spüren bekommen. „Da blieb bei einigen weniger Geld im Portemonnaie übrig.“

In Folge planen viele Schweizer, ihre Ausgaben für grössere Anschaffungen wie Autos, Küchen oder Unterhaltungselektronik einzuschränken. Bei Ferien, Freizeit und Lebensmittel sind hingegen keine Abstriche geplant. hs

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