Sonova schwenkt auf Wachstumskurs

Stäfa ZH – Die Coronavirus-Pandemie hat Umsätze und Gewinne von Sonova in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2020/21 geschmälert. Im zweiten Quartal zogen die Geschäfte des weltweit tätigen Hersteller von Hörgeräten aber wieder an. Im zweiten Semester soll wieder Wachstum erzielt werden.

Einer Mitteilung der Sonova Gruppe zufolge hat der Hörgerätehersteller aus Stäfa im ersten Semester des Geschäftsjahr 2020/21 einen Gruppenumsatz in Höhe von 1,07 Milliarden Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Rückgang um 25,0 Prozent. Das bereinigte Betriebsergebnis (EBITA) lag mit 174,3 Millionen Franken um 37,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die bereinigte EBITA-Marge fiel von 19,6 auf 16,3 Prozent zurück. Als bereinigter Gewinn pro Aktie wurden im Berichtshalbjahr 1,97 Franken ausgewiesen, das sind 40,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Für die zweite Hälfte des laufenden Geschäftsjahrs geht Sonova jedoch von einem Umsatzwachstum zwischen 4 und 8 Prozent im Jahresvergleich aus. Das Unternehmen habe im ersten Semester des Geschäftsjahres „ein gutes Ergebnis in diesem wegen der COVID-19-Pandemie schwierigen Marktumfeld“ erzielt, wird Unternehmenschef Arnd Kaldowski in der Mitteilung zitiert. „Die Umsatzdynamik zog deutlich an und die Verkäufe näherten sich im zweiten Quartal wieder dem Vorjahresniveau.“

Ein laufendes Kostensparprogramm soll die Kosten von Sonava zudem künftig um 50 bis 70 Millionen Franken jährlich reduzieren. Für das gesamte Geschäftsjahr 2020/21 rechnet das Unternehmen mit einem EBITA zu konstanten Wechselkursen auf Vorjahresniveau bei um 6 bis 8 Prozent geringeren Umsätzen als im Geschäftsjahr 2019/20. hs