Sunrise und Salt bauen schweizweites Breitbandnetz

Zürich/Renens VD – Sunrise und Salt wollen 1,5 Millionen Haushalte in der Schweiz mit Glasfaser-Breitbanddiensten versorgen. Dafür gründen die beiden Unternehmen eine Gemeinschaftsfirma. Ein Kapitalgeber soll bald gefunden sein.

Salt und Sunrise werden gemeinsam das Gemeinschaftsunternehmen Swiss Open Fiber gründen. Das haben die beiden Telekommunikationsunternehmen am Dienstag bekanntgegeben. Wie es in einer gleichlautenden Medienmitteilung heisst, wollen die Partner damit „massgeblich zur Digitalisierung und Verbesserung der Energieeffizienz beitragen, zum Vorteil der Kunden sowie des Wirtschaftsstandortes Schweiz“. Ein solches Netz sei etwa für Home-Office, Heimunterricht und Unterhaltungsangebote von essenzieller Bedeutung.

Hauptmieter der neuen Glasfaserplattform (FTTH) werden Sunrise und Salt sein. Sie soll jedoch allen Anbietern offenstehen und 1,5 Millionen Haushalten in der Schweiz Zugang zu Breitbanddiensten verschaffen. Bisher ist nur ein Drittel der Bevölkerung an FTTH-Dienstleistungen angeschlossen. Dafür wird Swiss Open Fiber über die kommenden fünf bis sieben Jahre insgesamt bis zu 3 Milliarden Franken investieren. Gespräche mit möglichen Kapitalpartnern und finanzierenden Banken würden bereits geführt. In den kommenden Monaten sollen entsprechende Vereinbarungen unterzeichnet werden.

Dieses Gemeinschaftsprojekt werde laut Sunrise-CEO André Krause „die Verbreitung hochmodernster Breitbandangebote beschleunigen und die Versorgung der Schweiz mit Glasfaserinfrastrukturen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern deutlich verbessern“. Mit Marc Furrer sei der „renommierteste Experte in diesem Markt“ als Verwaltungspräsident gewonnen worden.

„Dieses Projekt ist einzigartig, denn es setzt die Fähigkeiten und Reichweiten von zwei starken Betreibern aus der Schweiz wirksam ein, um eine landesweite Infrastruktur zu schaffen“, wird Salt-CEO Pascal Grieder in der Medienmitteilung zitiert. „Wir haben einen ehrgeizigen Roll-out-Plan und ermutigen Gemeinden und Versorgungsunternehmen, die sich mit der Bereitstellung eines FTTH-Netzes befassen, sich an uns zu wenden. Wir sind für Geschäfte offen.“ mm