SWICA ermöglicht mehr Telemedizin

Winterthur – Der Krankenversicherer SWICA lanciert ein Telemedizingerät, mit dem die Versicherten selbst Ton- und Bildaufnahmen verschiedener Organe und Körperregionen machen können. Medizinpersonal von santé24 kann damit Diagnosen stellen, behandeln und nachkontrollieren.

SWICA führt das Telemedizingerät TytoHome für ihre Versicherten ein. Zuvor sei es in einer Pilotphase erfolgreich getestet worden, heisst es in einer Medienmitteilung der Krankenversicherung. Ein Besuch in einer Arztpraxis ist nicht nötig. Das soll Zeit und Kosten sparen. Der Datenschutz und die ärztliche Schweigepflicht seien zu jeder Zeit garantiert.

Mit dem kleinen und handlichen Gerät des israelischen Medtech-Unternehmens TytoCare und den zugehörigen Aufsätzen können Personen mit Beschwerden selbständig Ton- und Bildaufnahmen verschiedener Organe und Körperregionen erstellen. Zudem sind präzise Messungen der Herzfrequenz und der Körpertemperatur möglich. TytoHome erweitere die diagnostischen Möglichkeiten der Benecura SymptomCheck-App und des Telemedizinanbieters santé24.

Auch das Ärzte-Team von santé24 sei nach der Pilotphase von diesem Gerät überzeugt, so die medizinische Leiterin Dr. Silke Schmitt Oggier: „Wir erhalten zusätzlich zur telefonischen Anamnese verlässliche Untersuchungsbefunde und mittels eines kurzen Patienten-Videos weitere wertvolle medizinische Informationen.“ Es gebe sogar Vorteile gegenüber einer realen Konsultation: Das ärztliche Fachpersonal könne „Aufnahmen vergrössert betrachten und eine Ton- oder Filmsequenz mehrfach abspielen“. Damit seien verlässliche Diagnosen, Behandlungen und Nachkontrollen möglich.

Die ärztlichen Leistungen sind für die Versicherten kostenfrei. Das Gerät selbst kostet je nach Versicherungsdeckung zwischen 99 und 249 Franken. mm