Swiss schreibt rote Zahlen

Kloten ZH – Die Coronavirus-Pandemie hat die Umsätze von Swiss International Air Lines im ersten Halbjahr 2020 im Jahresvergleich um mehr als die Hälfte reduziert. Die Fluggesellschaft musste einen operativen Halbjahresverlust von über 266 Millionen Franken verbuchen.

Einer Mitteilung von Swiss International Air Lines (Swiss) zufolge hat die Schweizer Fluggesellschaft im ersten Halbjahr 2020 Umsätze in Gesamthöhe von 1,17 Milliarden Franken erwirtschaftet. Im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht dies einem Rückgang um 55 Prozent. Als operatives Betriebsergebnis musste ein Verlust von 266,4 Millionen Franken ausgewiesen werden. Im Vorjahressemester war ein operativer Gewinn von 245,3 Millionen Franken realisiert worden.

„Dank der frühzeitig eingeleiteten Massnahmen zur Liquiditätssicherung konnten wir unsere Fixkosten deutlich senken“, wird Swiss-CFO Markus Binkert in der Mitteilung zitiert. Der Finanzchef sieht die Liquidität der Fluggesellschaft durch ein Darlehen der Lufthansa Group und einen vom Bund garantierten Bankenkredit gesichert. „Wir müssen aber weiterhin unsere Kosten strukturell reduzieren, um die Kredite baldmöglichst zurückzahlen zu können.“

Nachdem die Passagierzahlen von Swiss im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahressemester um 64 Prozent gefallen waren, zeichnet sich nun eine Erholung im Flugverkehr ab. Bereits im Juni habe Swiss ihren Minimalflugbetrieb während des Lockdowns auf 15 bis 20 Prozent der ursprünglich geplanten Kapazität ausgeweitet, erläutert die Fluggesellschaft. Bis zum Herbst sollen rund 85 Prozent aller Swiss-Destinationen wieder angeflogen werden, wenn auch nur unter Nutzung eines Drittels der Kapazitäten, die vor der Pandemie im Einsatz waren.

Seit Beginn des laufenden Halbjahres setzt die Fluggesellschaft etwa zwei Drittel ihrer Maschinen wieder ein. „Die positive Entwicklung der Nachfrage nach Reisen in Europa stimmt uns verhalten optimistisch“, wird Swiss-CEO Thomas Klühr in der Mitteilung zitiert. „Uns ist aber bewusst, dass noch ein weiter Weg vor uns liegt, bis diese Krise überwunden ist.“ hs