Tagesschule: Schulpflege unterstützt beide Varianten – zieht den Vorschlag des Gemeinderats vor.

Voraussichtlich im September stimmt die Stadt Zürich über die flächendeckende Einführung der Tagesschule ab. Dabei werden die Stimmberechtigten zwischen zwei Varianten wählen können.

Am 25. September 2022 stimmt die Stadtzürcher Bevölkerung über die flächendeckende Einführung der Tagesschule ab. Die Zürcher Schulpflege (ZSP) bekennt sich klar zur Tagesschule, da diese einem grossen gesellschaftlichen Bedürfnis entspricht, die Chancengerechtigkeit erhöht und zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beiträgt. Der gesellschaftliche und wirtschaftliche Nutzen wiegt allfällige Mehrkosten der Tagesschule bei weitem auf.

Die ZSP befürwortet sowohl die Verordnungsvorlage des Stadtrats (VTS Stadtrat) als auch diejenige des Gemeinderats, gibt aber beim Stichentscheid der Verordnung des Gemeinderates (VTS Gemeinderat) den Vorzug. Dank dem günstigeren Einheitstarif von 6 Franken, wie ihn die VTS Gemeinderat vorsieht, bleibt die Tagesschule weiterhin für alle Familien attraktiv. Der günstigere Einheitstarif ermöglicht den Kindern die Teilnahme an den gebundenen Mittagen, so dass die soziale Durchmischung und damit auch die Bildungschancen der Schülerinnen und Schüler erhöht werden. Die VTS Gemeinderat stellt den Schulen mehr Personalressourcen zur Verfügung und sichert damit die gute Qualität der Betreuung. Durch die geregelte Auffangzeit von 8 Uhr bis Unterrichtsbeginn sowie die unentgeltlichen offenen Betreuungsangebote bis 16 Uhr unterstützt die Tagesschule nach der VTS Gemeinderat die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser.

Die ZSP wird sich zusammen mit dem Schulpersonal dafür einsetzen, dass die flächendeckende Einführung der Tagesschule – unabhängig vom gewählten Modell – zu einem Erfolg wird.