Twint will nach Europa gehen

Zürich – Nutzer der Schweizer Bezahllösung Twint sollen mit der App künftig auch in anderen europäischen Ländern bezahlen können. Twint gründet dafür mit anderen Anbietern in Europa den Verein EMPSA. Dieser hat seinen Sitz in Zürich.

Twint wird europakompatibel. Wie der Anbieter der gleichnamigen Bezahlapp mitteilt, hat er gemeinsam mit ähnlichen Anbietern in anderen europäischen Ländern die European Mobile Payment Systems Association (EMPSA) gegründet. Dem Verein gehören die belgische Bancontact Payconiq Company, die in Deutschland und Österreich tätige Bluecode, die finnisch-dänische MobilePay, die portugiesische SIBS/MB Way, das schwedische Swish sowie das norwegische VIPPS an. Die Beteiligten haben zusammen 25 Millionen Nutzende, ihre Bezahllösungen werden an einer Million Kontaktstellen akzeptiert.

EMPSA wird seinen Sitz und seine Geschäftsstelle in Zürich haben. Twint-Verwaltungsratspräsident Sören Mose wird Präsident des neuen Vereins, Twint-Finanzchef Anton Stadelmann Generalsekretär.

 

 

EMPSA will es den Nutzern der sieben unabhängigen Bezahlsysteme ermöglichen, ihre Bezahlapp auch in anderen Ländern zu nutzen. Der Verein hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, welche die technischen Voraussetzungen für eine Interoperabilität abklären soll. „Mit dieser länderübergreifenden Zusammenarbeit wollen wir dem Wunsch der User entgegenkommen, die bewährten Systeme auch international einsetzen zu können“, wird Sören Mose in der Mitteilung zitiert. Twint-CEO Markus Kilb ist zuversichtlich, dass es gelingen werde, „eine echte europäische Alternative aufzubauen“.

Twint ist mit 1,7 Millionen Nutzenden und 4 Millionen Transaktionen monatlich die grösste Schweizer Bezahlapp. Das gleichnamige Unternehmen gehört den grössten Schweizer Finanzhäusern, darunter die UBS, die Credit Suisse, Raiffeisen, PostFinance und die Waadtländer und Zürcher Kantonalbanken. stk

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