Zürcher Roboter führt Inspektionen bei BASF durch

Zürich – Der deutsche Chemiekonzern BASF testet den vierbeinigen Roboter des Zürcher Start-ups ANYbotics. Er wird für Inspektionsarbeiten rund um die chemischen Verarbeitungsanlagen am BASF-Standort in Ludwigshafen eingesetzt.

Die Zürcher ANYbotics hat mit ANYmal einen vierbeinigen Roboter entwickelt, der sehen, hören und sich in anspruchsvollen Umgebungen fortbewegen kann. Er soll etwa Industrieanlagen oder Kanalisationen inspizieren und überwachen sowie gefährliche Wartungsaufgaben übernehmen.

Derzeit wird der Roboter unter anderem vom deutschen Chemiekonzern BASF getestet, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. ANYmal wird für verschiedene Inspektionsaufgaben rund um die Verarbeitungsanlagen am BASF-Standort in Ludwigshafen eingesetzt. Er kann etwa Messgeräte ablesen, akustische Messungen an Pumpen und Kompressoren vornehmen und mit der integrierten Wärmekamera die Umgebung auf Wärmequellen überprüfen.

Der Einsatz von Robotern könne helfen, die Datenerfassung zu verbessern, wird Felix Volkmann von BASF in der Mitteilung zitiert. Ausserdem könne durch die Automatisierung der Personaleinsatz optimiert werden. BASF will der Mitteilung zufolge auch weitere Einsatzmöglichkeiten von ANYmal für die Inspektion seiner Anlagen untersuchen.

ANYbotics wurde 2016 aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) ausgegliedert. Die Firma konnte sich Ende Dezember im Rahmen einer Finanzierungsrunde frisches Geld in Höhe von 20 Millionen Franken sichern. In den vergangenen vier Jahren hat sie sich darauf konzentriert, ihren Roboter vom Labor in die reale Welt zu bringen. Mit dem frischen Geld soll nun der gross angelegte Einsatz von ANYmal beschleunigt werden. Dazu trägt auch das Projekt mit BASF bei. ssp