Zürich liegt beim globalen Smart City Index auf Platz zwei

Lausanne/Singapur – In der erste Ausgabe des globalen Smart City Index wird Zürich auf Platz zwei geführt. Der Index bewertet die Anstrengungen und Erfolge einer Stadt bei der Einführung intelligenter Technologien zur Verbesserung des Lebens ihrer Bürger und Bürgerinnen.

Unter 102 Städten der Welt wurde Zürich zur zweitintelligentesten Metropole gekürt. Auf Platz eins landete Singapur. Das geht aus der ersten Ausgabe des Smart City Index 2019 (SCI) hervor. Der SCI wurde von der privaten Wirtschaftshochschule International Institute for Management Development (IMD) in Lausanne erarbeitet. Er wurde nun vom Smart City Observatorium (SCO) des IMD World Competitiveness Center vorgestellt. Dazu hatte das SCO mit der Singapore University of Technology and Design (SUTD) zusammen gearbeitet.

Mit Dienstleistungen für Bürger gepunktet

Wie das IMD mitteilt nehmen Oslo, Genf und Kopenhagen die nachfolgenden Plätze ein. Dahinter rangieren Auckland, Taipeh City, Helsinki, Bilbao und Düsseldorf. Eine einheitliche Strategie dieser Städte gebe es nicht. Jedoch hätten die drei führenden Städte mit Dienstleistungen für ihre Bürger gepunktet. Aber auch Kriterien wie Umwelt, Sicherheit und Zugang zu Gesundheits- und Bildungsdiensten spielten eine grosse Rolle. Ebenfalls hoch bewertet wurden Mobilität und soziale Interaktion.

Vorteile bei Attraktivität für Investoren

Dies, so das IMD, sei der einzige globale Index für Städte, für den die Wahrnehmung der Bürgerinnen und Bürger als Massstab herangezogen werde. Es werde deutlich, wie wichtig es sei, dass Politik die Perspektiven der Einwohnerinnen und Einwohner mit einbeziehe. Einem Zirkel fortschrittlicher Städte wie Singapur, Zürich und Oslo anzugehören, biete aber auch Vorteile hinsichtlich ihrer Attraktivität für Investitionen und Fachkräfte. Smart Cities würden zudem ein optimales Umfeld für kreative Lösungen bei Stadtplanung, nachhaltiger Energie und Verkehrsstrategien schaffen. Auch soziale Integration und Talentförderung gelängen besser. Doch gebe es grosse Unterschiede etwa zwischen chinesischen und europäischen Städten hinsichtlich der Akzeptanz für die Verwendung personenbezogener Daten oder dem allgemeinen Vertrauen in die lokalen Behörden.

Der Direktor des IMD World Competitiveness Center, Professor Arturo Bris, wies jedoch darauf hin, dass „die wirtschaftlichen Realitäten nicht ignoriert werden können: Städte in ärmeren Ländern sind benachteiligt. Das erfordert spezifische Massnahmen, um ihren Weg zu mehr Intelligenz zu fördern“. Dieser Index wolle laut Professor Bruno Lanvin, Präsident des Smart City Observatoriums des IMD, „eine Lücke schliessen“. Er solle „eine Referenz und ein Werkzeug für Massnahmen zum Aufbau integrativer und dynamischer Städte“ darstellen. mm

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