3Brain will Entwicklung von Medikamenten beschleunigen

Wädenswil ZH – Die 3Brain AG hat eine neue Technologie für die Medikamentenentwicklung lanciert. Diese kombiniert Mikrochips und die Künstliche Intelligenz. Sie soll helfen, Wirkstoffkandidaten vor der Durchführung einer klinischen Studie genauer zu untersuchen.

Die 3Brain AG aus Wädenswil hat eine neue Technologie namens CorePlate entwickelt. Diese soll Unternehmen bei der Entwicklung von Medikamenten helfen. Sie ermöglicht es, Wirkstoffkandidaten in der präklinischen Phase genauer zu untersuchen. Dies soll die Erfolgschancen von klinischen Studien erhöhen. Derzeit kommen laut einer Mitteilung von 3Brain neun von zehn Medikamenten, die an Menschen getestet wurden, nicht auf den Markt. Dies habe eine „enorme Auswirkung“ auf die Kosten der Medikamentenentwicklung.

Präklinische Tests an menschlichen Stammzellen sind laut 3Brain oft viel erfolgreicher als Tierversuche. Allerdings seien traditionelle Ansätze zur Analyse von Zellinformationen begrenzt. Hier setzt die Technologie von 3Brain an. Sie ermöglicht es, Zellanalysen mit Hilfe von sechs Mikrochips durchzuführen. So können den Angaben zufolge umfangreiche Informationen gesammelt werden, welche an eine Software weitergeleitet werden. Die Daten werden dann mit Hilfe der Künstlichen Intelligenz analysiert.

„Wir wollen die Art und Weise, wie präklinisches Wirkstoffscreening durchgeführt wird, radikal verändern und Pharmaunternehmen die Möglichkeit bieten, ihre Pipelines effizienter zu verwalten”, lässt sich Mauro Gandolfo, CEO und Mitgründer der 3Brain, in der Mitteilung zitieren. Letztendlich sollen Pharmakonzerne mit der Technologie sowohl Zeit als auch Geld sparen und gleichzeitig die Entwicklung von Medikamenten beschleunigen. ssp