Die Geburtsstätte der Dada-Bewegung wird aufgefrischt

Damit das Cabaret Voltaire in der Zürcher Altstadt auch in den nächsten 10 bis 15 Jahren als Kulturbetrieb genutzt werden kann, hat der Stadtrat einen Objektkredit von 3,112 Millionen Franken für eine Teilinstandsetzung bewilligt.

2017 wurde die Stadt Zürich im Rahmen eines Tauschgeschäfts mit der Swiss Life Eigentümerin der Liegenschaft Münstergasse 26/Spiegelgasse 1 (Cabaret Voltaire). Die Bausubstanz des Gebäudes aus dem Jahr 1541 ist in einem schlechten Zustand, es bestehen Feuchtigkeitsprobleme, die Lüftung ist zu wenig leistungsstark und die Gasheizung ist am Ende ihrer Lebensdauer angekommen. Damit die Geburtsstätte der Dada-Bewegung auch in den nächsten 10 bis 15 Jahren kulturell genutzt werden kann, sind eine Teil-Instandsetzung und betriebliche Anpassungen nötig. Dafür hat der Stadtrat einen Kredit in der Höhe von 3,112 Millionen Franken bewilligt. 2,354 Millionen Franken entfallen auf gebundene und 758 000 Franken auf neue Ausgaben.

Vorgesehen ist unter anderem, dass eine neue Lüftungsanlage installiert und das Tragwerk verstärkt wird und dass die Oberflächen erneuert und teilweise ersetzt werden. Der bestehende Gasbrenner wird durch eine neue, energieeffiziente Gasheizung ersetzt; die Altstadt ist weder durch ein Fernwärmenetz erschlossen noch stehen Energieverbundlösungen zur Verfügung. Zudem werden feuerpolizeiliche Auflagen erfüllt, indem die Beschilderung der Fluchtwege verbessert und eine zentrale Notbeleuchtungsanlage eingebaut wird. Zu den Massnahmen, für die neue Ausgaben bewilligt wurden und die betrieblichen Verbesserungen dienen, gehören der Einbau einer Künstlerbar mit Ticketausgabe im Untergeschoss oder die Klimatisierung des Gewölbekellers.

Für den Kulturbetrieb im Erd- und Untergeschoss ist der Trägerverein Cabaret Voltaire zuständig. Der Brutto-Mietzins von 212 000 Franken pro Jahr bleibt gleich. Die sechs Wohnungen im Obergeschoss sind – bis auf den Ersatz der Gasheizung – von den baulichen Massnahmen nicht betroffen.

Die Bauarbeiten sollen im Mai 2021 beginnen und im Januar 2022 abgeschlossen werden.