Erhöhung der Beiträge an das Theater HORA und das Theater PurPur

Für die Jahre 2021 bis 2024 beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat Betriebsbeiträge für zwei Theaterinstitutionen: für das Theater PurPur jährlich 239 100 Franken und für das Theater HORA jährlich 400 309 Franken.

Im Juni 2019 verabschiedete der Stadtrat das Kulturleitbild 2020–2023. Darin bekräftigte er die Weiterführung der erfolgreichen und aktiven Kulturpolitik der Stadt Zürich und legte die Förderbeiträge an zahlreiche Kulturinstitutionen der Stadt Zürich fest. Nun beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat eine Erhöhung der Betriebsbeiträge zugunsten des Theater PurPur und des Theater HORA. Die Unterstützung an den Trägerverein Theater PurPur soll um 89 100 Franken auf 239 100 Franken erhöht werden, diejenige an die Stiftung Züriwerk zugunsten des Theater HORA um 176 155 Franken auf 400 309 Franken. Mit den Beitragserhöhungen will die Stadt Zürich sicherstellen, dass das Theaterschaffen der beiden Häuser auf dem heutigen Niveau weitergeführt werden kann.

Förderung des Kindertheaters durch Theater PurPur

Das Theater PurPur realisiert Theater, Kunst und Kultur mit, von und für Kinder. In den letzten Jahren konnte das Theater PurPur nur dank ausserordentlichem freiwilligem Engagement bestehen. Mit der beantragten Erhöhung stellt der Stadtrat die dringend benötigten Mittel zur Verfügung, um die personellen Ressourcen und Löhne dem Bedarf anzupassen. Ein Teil der städtischen Unterstützung an den Trägerverein Theater PurPur ist zudem an den Auftrag gebunden, das Kindertheater noch stärker in die Quartiere hinauszutragen. Insbesondere Kinder aus sozial benachteiligten Schichten sollen einen regelmässigen niederschwelligen Zugang zu kulturellen Angeboten erhalten.

Theater HORA: Neues Betriebsmodell bedingt Beitragserhöhung

Das Theater HORA ist Teil der Stiftung Züriwerk und eine anerkannte Grösse im Kulturleben von Stadt und Kanton Zürich. Es ist international bekannt für seine Theaterarbeit von und mit Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Ab 2020 setzt das Theater ein neues Betriebsmodell mit dem frisch ernannten künstlerischen Leitungsteam Yanna Rüger und Stephan Stock um. Die bereits vorgenommenen und vorgesehenen Betriebsanpassungen stellen die Basis für eine nachhaltige und professionelle Weiterführung der Arbeit des Theater HORA. Aufgrund von veränderten Rahmenbedingungen ist es der Stiftung Züriwerk nicht mehr möglich, die Defizitkosten des Theaters zu tragen. Die neue Betriebsstruktur erfordert ein verstärktes Engagement der verschiedenen Geldgeberinnen und Geldgeber – von Stadt und Kanton Zürich ebenso wie von Privaten.