Frauenanteil in IT-Branche soll erhöht werden

Schlieren ZH – Der niedrige Frauenanteil in IT-Berufen hängt unter anderem mit den Arbeitsmodellen in der Branche zusammen Dies zeigt eine Studie der Schlieremer Firma Comitas. Sie beinhaltet auch Handlungsempfehlungen, um dies zu ändern.

Das Schlieremer Software-Unternehmen Comitas hat den Frauenanteil bei IT-Berufen genauer unter die Lupe genommen. Dafür hat es mit der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) und dem Network of Women in Computer Science (CSNOW) zusammengearbeitet.

Frauen seien in der Branche weiterhin stark untervertreten, hält Comitas in einer Mitteilung zur Studie fest. So habe etwa der Anteil an erwerbstätigen ICT-Spezialistinnen in der Schweiz im Jahr 2019 nur rund 18,2 Prozent betragen, schreibt das Unternehmen auf Basis von Informationen des Bundesamts für Statistik. In der Studie legt Comitas die Probleme in diesem Zusammenhang anhand von zwei Experteninterviews dar. Diese wurden mit Edith Schnapper von der SATW sowie Joel Wanner vom CSNOW geführt.

Den Ergebnissen zufolge sind insbesondere die mangelnde Arbeitsplatzattraktivität, schlecht an Bedürfnisse der Frauen angepasste Arbeitsmodelle sowie die noch immer problematische Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern für den tiefen Frauenanteil verantwortlich. Derweil legt die Bedeutung von IT-Berufen aufgrund der Beschleunigung der Digitalisierung immer weiter zu. Die Pandemie haben diesen Trend noch weiter verstärkt.

Comitas stellt vier Handlungsansätze vor, die Unternehmen helfen sollen, den Frauenanteil in IT-Berufen zu erhöhen. Erstens brauche es eine offene und transparente Kommunikation, die aufzeigt, welche Philosophie im Unternehmen gelebt wird. Zweitens soll der Austausch von ICT-Spezialistinnen gefördert werden, etwa durch den Aufbau eines branchenübergreifenden Netzwerks. Drittens sollen flexible Arbeitsmodelle ermöglicht werden. Viertens sollen Unternehmen verstärkt auf Rekrutierungsveranstaltungen aktiv werden. ssp