Kostenlose Beratung zum Erhalt der Arbeitsmarktfähigkeit

Vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern fehlen die nötigen Kompetenzen und Fähigkeiten, um mit den wachsenden Anforderungen des Arbeitsmarkts Schritt halten zu können. Menschen mit längerer Abwesenheit vom Arbeitsmarkt oder mit einem besonders hohen Risiko für einen Jobverlust können sich ab sofort im Rahmen eines Pilotprojekts kostenlos im Laufbahnzentrum der Stadt Zürich beraten lassen.

Die Anforderungen des Arbeitsmarkts nehmen stetig zu – die Folgen der Pandemie dürften den Trend eher noch verschärfen. Die wachsenden Ansprüche an die Kompetenzen und Fähigkeiten erhöhen das Risiko eines Jobverlusts insbesondere für Personen, die im Tieflohnbereich arbeiten, deren Erst-Ausbildung lange zurückliegt oder die sich in den letzten Jahren nicht weiterbilden konnten. Von den hohen Ansprüchen des Arbeitsmarktes ebenso betroffen sind Menschen, die bereits seit längerer Zeit keiner Erwerbsarbeit mehr nachgehen und beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt nicht auf Unterstützung der bestehenden sozialen Sicherungssysteme zurückgreifen können.

Gutscheine für kostenlose Beratungen

Das Laufbahnzentrum der Stadt Zürich baut sein Beratungsangebot für diese Zielgruppe anlässlich eines Pilotprojekts aus. Die teilnehmenden Personen können ab sofort bis zu acht Beratungsstunden für eine berufliche Standortbestimmung kostenlos in Anspruch nehmen. Sie erhalten darüber hinaus konkrete Unterstützung bei der Planung allenfalls notwendiger Weiterbildungsmassnahmen und Informationen zu Finanzierungsmöglichkeiten. Im Rahmen des Pilots werden Gutscheine für die Beratungen durch verschiedene Partnerorganisationen wie zum Beispiel die städtischen Mütter-/Väterberatungsstellen oder das «Mannebüro» an die in Frage kommenden Personen abgegeben. Weiter können Personen das Angebot nach einer kurzen Abklärung auch direkt beim Laufbahnzentrum in Anspruch nehmen.

Hürden für die Beratung senken

Das Pilotprojekt soll die Hürden für die Inanspruchnahme einer Laufbahnberatung bei der Zielgruppe senken. Während eine aktive Laufbahnplanung bei Personen mit tertiären Bildungsabschlüssen eher üblich ist, nehmen Niedrigqualifizierte und Menschen im Tieflohnbereich solche Angebote bisher eher selten war. «Mit der gezielten Ansprache gerade dieser Zielgruppe und der Ausweitung der kostenlosen Beratung setzen wir genau bei den Menschen an, deren Verbleib im Arbeitsmarkt gefährdet sein könnte und die selber nicht über die nötigen Ressourcen verfügen, darauf angemessen zu reagieren», erklärt Raphael Golta, Vorsteher des Sozialdepartements, die Stossrichtung des neuen Angebots.

Zusätzlich ist das Laufbahnzentrum der Stadt Zürich Projektpartner bei dem vom Bundesrat ebenfalls als Pilot lancierten Projekt «viamia», das Personen über 40 Jahren in ausgewählten Kantonen ebenfalls die Möglichkeit für eine kostenlose berufliche Standortbestimmung gibt.