Nationaler Bildungspreis für die Berufsbildung der Stadt Zürich

Am 16. November 2021 nahmen Stadtpräsidentin Corine Mauch und Finanzvorstand Daniel Leupi den mit 20 000 Franken dotierten Nationalen Bildungspreis für die Berufsbildung von der Hans Huber Stiftung und der Stiftung FH Schweiz an der ZHAW in Winterthur entgegen – als erste Verwaltung überhaupt und stellvertretend für alle öffentlichen Verwaltungen, die sich in der Berufsbildung engagieren.

Die Stadt Zürich setzt seit Jahren auf die berufliche Grundbildung. 2001 bildeten einige Lehrbetriebe 336 Lernende aus; 2021 sorgen 70 Lehrbetriebe für eine fachlich fundierte Ausbildung von 1400 Lernenden in 50 Lehrberufen. Zudem engagieren sich viele Berufsleute der Stadtverwaltung für die Berufsbildung und betreuen die jungen Nachwuchskräfte in ihrem Berufsalltag. «Wir fühlen uns geehrt, dass wir als erste öffentliche Verwaltung diesen Preis entgegennehmen dürfen. Er ist eine grosse Anerkennung für unser Engagement, das wir seit vielen Jahren in der Berufsbildung leisten», freute sich die Stadtpräsidentin Corine Mauch über die Verleihung des Nationales Bildungspreises.

Stadtweite Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor

Für die Vielzahl an neuen Lehrstellen mussten stadtweit tragfähige Strukturen aufgebaut, die Ausbildungsqualität sichergestellt und laufend neue Lehrberufe integriert werden. Heute umfasst das Netzwerk der Berufsbildung 1400 Mitarbeitende, ein interdisziplinär zusammengesetztes Fach- und Steuerungsgremium, ein breitgefächertes Weiterbildungsangebot für Berufsbildende und Lernende sowie verschiedene weitere Aktivitäten.

Vielfalt der Stadt bietet viele Möglichkeiten

Die Stadt Zürich bietet jungen Menschen einen individuellen Einstieg in die Berufswelt: 50 Lehrberufe mit Abschluss eidgenössisches Berufsattest (EBA), eidgenössischer Fähigkeitsausweis (EFZ) oder Berufsmatur stehen zur Auswahl. Die Vielfalt der Lehrberufe ermöglicht es, junge Talente gezielt zu fördern und ihren Fähigkeiten entsprechend auszubilden. Dies gelingt erfolgreich: 2021 haben 434 Lernende das Qualifikationsverfahren (QV) mit einem Notendurchschnitt von 4.8 bestanden. Den jungen Berufsleuten stehen damit viele Türen offen. 50 Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern ohne Anschlusslösung steht zudem ein Berufserfahrungsjahr für einen nahtlosen Übergang in die Arbeitswelt zur Verfügung.

Duale Bildung – ein Bildungssystem mit Zukunft

Als grösste Stadt der Schweiz sieht die Stadt Zürich Bildung als wichtigen Rohstoff und setzt sich für den Bildungsstandort Schweiz ein. Die Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten bieten Chancen für alle Bevölkerungsgruppen – dabei spielt die Berufsbildung eine wichtige Rolle bei der Integration junger Menschen in die Stadt und in die Berufswelt.

«Als Arbeitgeberin mit rund 30 000 Mitarbeitenden will die Stadt Zürich jungen Menschen weiterhin Perspektiven für die Zukunft bieten: Der Nationale Bildungspreis bestärkt uns in unseren Bestrebungen, die Berufsbildung weiter zu fördern und auf das duale Bildungssystem zu setzen», wie Stadtrat Daniel Leupi betont. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Berufsbildenden, weshalb das Preisgeld in der Höhe von 20 000 Franken für eine spezifische Fachtagung und Weiterbildung eingesetzt werden soll.