PolitTalk Digitales Zürich #6 zum Thema „Die Digitalisierung des Salats“

Datum: 29.01.19

Die Ernährung einer wachsenden Bevölkerung, die Lieferlogistik in den verdichteten Städten und die Verhinderung von Foodwaste waren die Kernthemen des sechsten PolitTalks, der am 29. Januar 2019 an der Universität Zürich über die Bühne ging.

In seiner kurzen Einleitung wies Prof. Abraham Bernstein, Leiter der Dynamic and Distributed Information Systems Group und Direktor der Digital Society Iniative der Universität Zürich, darauf hin, dass bei den PolitTalks Themen aufgegriffen werden, die nächstens auf der politischen Agenda erscheinen werden. Die sechste Ausgabe des PolitTalks Digitales Zürich widmete sich dem Einfluss der Digitalisierung auf unsere Ernährung.

Durch die Veranstaltung führte Prisca Koller, Kantonsrätin und Mitglied des Kernteams PolitTalk Digitales Zürich, und gab als erstes Andrea Krapf, Genossenschaft Migros Zürich, Leiterin Direktion Logistik/Informatik, das Wort. Sie stellte verschiedene laufende Projekte des orangen Riesen vor, die darauf abzielen, die Zeit zwischen Ernte und Verkauf zu verkürzen oder Foodwaste zu verhindern.

Hannes Gassert, Unternehmer und Initiant von food.opendata.ch, der Initiative für offene Daten über unser Essen, zeigte auf, wie wichtig es ist, dass die digitale Datenschicht, die in Zusammenhang mit der Lebensmittelproduktion, deren Logistik und Konsum anfällt, allen Menschen zugänglich sein sollte. Nur auf dieser Basis kann Innovation vorwärts getrieben werden, die auf nachhaltigere Lösungen abzielt.

Wie diese aussehen kann, präsentierte Urs Gubser, Head E-Commerce Strategy bei SIX Payment Services. Er ist überzeugt, dass die Disruption der Ernährungsgewohnheiten in der Küche beginnt. Intelligente Kühlschränke, sprachgesteuerte Lautsprecher, die gleich Lebensmittelbestellungen aufnehmen, werden die Zukunft des Kochens prägen. In Kooperation mit dem Küchengerätehersteller V-Zug wurde ein Projekt konzipiert, das die lokalen Lebensmittelproduzenten vernetzen und eine schlanke Logistik bis zum Endkunden ermöglichen sollte. Entscheidend dabei war, dass man sich nicht in die Abhängigkeit eines quasi-monopolistischen Zulieferers gibt, sondern die Diversität der Region unterstützt.

In der angeregten anschliessenden Diskussion zeigten sich weitere Herausforderungen wie die Handhabung der bei Hauslieferungen anfallenden Verpackungsmaterialien und die Einflussnahme auf die Verwendung der persönlichen Datenströme, die bei der Nutzung von Online Dienstleistungen generiert werden.

Link zu den Bildimpressionen, Referaten & einem längeren reaktionellen Beitrag