Rieter implementiert Krisenmanagement

Winterthur – Die Coronavirus-Pandemie hat die Nachfrage nach Textilmaschinen und Ersatzteilen weltweit einbrechen lassen. Vor diesem Hintergrund rechnet Rieter im ersten Halbjahr 2020 mit einem Millionenverlust. Das Unternehmen hat ein Krisenmanagement implementiert.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie habe „weltweit eine Vielzahl von Spinnereien die Produktion ausgesetzt“, informiert Rieter in einer Mitteilung. Für den Winterthurer Hersteller von Textilmaschinen ist dies mit einem Rückgang der Nachfrage nach Neumaschinen sowie nach Verschleiss- und Ersatzteilen verbunden. Das Unternehmen rechnet daher damit, im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahrs einen Umsatz von weniger als 300 Millionen Franken zu erwirtschaften. Im Gesamtjahr 2019 hatte der Umsatz 760 Millionen Franken betragen.

Auf der Stufe Reingewinn werde dies im laufenden Halbjahr „zu einem Verlust im mittleren zweistelligen Millionenbereich führen“, informiert Rieter in der Mitteilung weiter. Das Unternehmen hat daher ein Krisenmanagement implementiert. Als dessen Prioritäten werden in der Mitteilung der Schutz der Mitarbeiter, die Einhaltung der Zusagen gegenüber Kunden und die Sicherstellung der Liquidität des Unternehmens genannt.

Für „Bereiche mit absehbar niedriger Auslastung“ an Schweizer und deutschen Standorten will Rieter Kurzarbeit beantragen. An anderen Standorten sollen „analoge Massnahmen zur Reduktion der Arbeitszeiten im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten“ in Anspruch genommen werden. Verwaltungsrat, Konzernleitung und Senior Management von Rieter tragen mit einem temporären Verzicht auf 10 bis 20 Prozent ihrer Vergütung zum Kostensparprogramm bei. hs