«sogar am Telefon» mit Autor*innen aus dem sogar theater

Das sorgsam geplante Theaterprogramm des sogar theater liegt derzeit auf Eis und wird vorerst dort liegen bleiben. Über die Weihnachtstage wurde überlegt, was das Theater in der spielfreien Zeit ihren Zuschauer*innen, die ihnen je länger je mehr fehlen, anbieten könnten. Wie sie literarischen Genuss aus erster Hand und Begegnungen mit Künstler*innen auch ohne Bühne möglich machen könnten.

Und das geht so: Autor*innen lesen Ihnen übers Telefon eine Geschichte vor. Im Anschluss können Sie sich ein wenig unterhalten. Sie sitzen gemütlich bei sich zu Hause auf dem Sofa oder am Küchentisch, erhalten zum vereinbarten Zeitpunkt einen Anruf und bekommen eine Geschichte vorgelesen – direkt ins Ohr und exklusiv. Lesung und Gespräch dauern ca. 15 Minuten. Das Literaturtelefon ist am Mittwoch von 17 bis 19 Uhr und am Donnerstag von 15 bis 17 Uhr besetzt.

Das sogar theater freut sich, dass Renata Burckhardt, Jens Nielsen, Dagny Gioulami, Händl Klaus, Catalin Dorian Florescu, Judith Keller und Klaus Henner Russius so kurzfristig für dieses Literaturtelefon zugesagt haben.

 

Bild: sogar theater; «sogar am telefon» mit Autor*innen aus dem sogar theater

Semi Eschmamp

Die Autor*innen:

Do 14.1.21    15.00 – 17.00    Renata Burckhardt liest einen Ausschnitt aus ihrer Novelle «Alma»

Renata Burckhardt war als Autorin des Eröffnungsstücks «Abgesang» im September 2019 bereits auf der sogar Bühne präsent. Für den kommenden April ist ihr Projekt «Wenn nicht ich, wer dann?», in dem sie Politiker*innen-Reden neu beleuchtet im sogar Programm geplant.

 

Mi 20.1.21    17.00 – 19.00    Jens Nielsen liest den Text «Kleinfamilie» aus seinem Buch „Ich und mein Plural“

Jens Nielsen hätte eigentlich am 7. Januar Premiere im sogar theater gehabt mit seinem «Das Hirn.spoken.» von Friedrich Dürrenmatt. Als Autor und Performer war er bereits öfter im sogar theater zu Gast: mit seinem surrealen Theaterstück zum Klimawandel «Lomonossow» und der Performance mit Texten von Aglaja Veteranyi «Wörter statt Möbel».

 

Do 21.1.21    15.00 – 17.00    Judith Keller liest Kurz- und Kürzest-Texte aus ihren beiden Büchern

Judith Keller hat soeben ihr zweites Buch «Oder» beendet, welches am 29.3. seine Vernissage im sogar theater feiert. Ihr erstes Buch «Die Fragwürdigen» wurde im vergangenen Jahr im sogar theater als Tanzperformance aufgeführt. Judith Kellers Texte befassen sich immer spielerisch mit dem Ungefähren, dem schwer Fassbaren, dem Liebenswerten am Rande der Aufmerksamkeit.

 

Mi 27.1.21    17.00 – 19.00    Klaus Henner Russius liest eine Kurzgeschichte von Anton Cechov

Klaus Henner Russius gehört als Schauspieler und Regisseur zu den Mit-Gründern des sogar theaters. Er war in zahlreichen Stücken als Regisseur oder Schauspieler im sogar theater zu erleben. Im kommenden März wird er noch einmal als Schauspieler zusammen mit dem Sänger Daniel Bentz, dem Pianisten Edward Rushton und der Schauspielerin Dagny Gioulami in dem Stück «Ein Lied geht um die Welt» auftreten.

 

Do 28.1.21    15.00 – 17.00    Catalin Dorian Florescu liest aus seinen Romanen und Erzählungen

Von Catalin Dorian Florescu konnten wir im letzten Januar und als Wiederaufnahme im November noch die Bühnenbearbeitung seines Textes «Ich muss Deutschland» zeigen. Darin geht es um die Begegnung zweier ungleicher junger Männer, einem rumänischen Grenzpolizisten, der die europäische Aussengrenze schützen soll, und einem syrischen Flüchtling auf der Balkanroute. Beide sehnen sie sich nach dem Westen.

 

Mi 3.2.21      17.00 – 19.00    Dagny Gioulami liest aus «Neue Seidenstrasse» 

Dagny Gioulami ist Autorin und Schauspielerin. Mit «Takis Savvas hat sich nicht abgemeldet» war sie im Januar 2020 im sogar theater zu sehen. Für März ist der Abend «Ein Lied geht um die Welt» nach dem Roman von Lukas Hartmann geplant. In dem Stück wird die tragische Biografie des jüdischen Startenors Joseph Schmidt beleuchtet, der in einem Schweizer Arbeitslager in elenden Verhältnissen starb.

 

Do 4.2.21      15.00 – 17.00    Händl Klaus liest einen kurzen Text „aus der Schublade“ 

Händl Klaus war mit seinem Theaterstück «Sodeli» auf der sogar Bühne zu Gast. In dem Stück empfindet eine ältere, pflegebedürftige Dame starke sexuelle Gefühle für ihren jungen polnischen Krankenpfleger. Aufgrund der grossen Nachfrage im Jahr 2019 zeigen wir das Stück im kommenden Herbst noch einmal.